
Die Zeiten, wo Schaufenster von Dekorateuren bloss wirkungsvoll verziert wurden, sind längst vorbei. Der Polydesigner3D heute plant, organisiert und inszeniert Ambiente und Erlebnisräume zur Informationsvermittlung oder als verkaufsfördernde Massnahmen. Er versteht es, Produkte sowie Dienstleistungen ins richtige Licht zu setzen und übt unter Einbezug verschiedenster Hand- und Kopfarbeit sowie multimedialer Technik kunstvolle Raumgestaltung aus. Trends werden aufgespürt, innovativ und individuell umgesetzt. Die thematischen Umsetzungen basieren auf eigenen Ideen oder auf einem Konzept des Kunden. Gestaltet werden Fassaden, Schaufenster oder einzelne Module und Innenräume. Auch Events und Messekonzepte werden entwickelt und realisiert.
Dreidimensionale Gestalter üben vielfältige Tätigkeiten aus. Unter Einbezug ihrer handwerklichen Fertigkeiten wie Schreinern, Montieren, Nähen, Malen, Löten oder Tapezieren verstehen diese Inszenierer, alle möglichen Mittel und Materialien einzusetzen um beim Betrachter einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und Kaufimpulse auszulösen.
Der Polydesigner3D muss über ein überdurchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen sowie technische, zeichnerische, gestalterische, und handwerkliche Begabung verfügen.
Teamgeist, Verhandlungsgeschick und Freude am Umgang mit Menschen runden sein Profil ab. Je nach Arbeitsort müssen Abend- und Wochenend-Einsätze – z.B. im Messebau und an Events – in Kauf genommen werden.
weitere Informationen zum Beruf Polydesigner3D wie Anforderungen, Facts & Figures, und zu den drei Schwerpunkten Kreation, Realisation, Styling siehe Berufsbeschriebflyer
Die eidgenössisch reglementierte Berufslehre dauert vier Jahre. Sie kann in einem Lehrbetrieb mit Besuch der Gestalterischen Berufsschule oder an einer Schule mit Praktikumsarbeit in Lugano oder Vevey absolviert werden. Es wird empfohlen, vorgängig einen Vorkurs an einer Schule für Gestaltung zu besuchen sowie den Eignungstest von Swiss Association Polydesign3D, dem Berufsverband für dreidimensionales Gestalten, zu absolvieren.
Das kantonale Mittelschul- und Berufsbildungsamt ist der erste Kontakt für den angehenden Lehrbetrieb. Die erforderlichen Formulare holt man sich am besten über das Internet (z.B. für den Kanton Zürich: www.mba.zh.ch / Berufsbildung / Downloads / «Gesuchsformular für Ausbildungsbewilligung» und «Personalblatt für Ausbildungsverantwortliche»).
Freie Lehrstellen können dem kantonalen Lehrstellennachweis (LENA) gemeldet werden.
www.berufsberatung.ch