Newslab: Hinter den Kulissen

Rollende Piaggo Ape-Bar für unvergessliche Events:

Wie man ein dreirädriges Piaggo Ape-Gefährt in eine stylische Bar verzaubert? Cédric Facchin und Maja Langer der Thing Design GmbH haben sich diesem Experiment angenommen und dabei einige Nerven gebraucht und Schweissperlen vergossen. Vom kreativen Konzept, über die Kalkulation des Budgets, die Planung des Ausbaus bis hin zu den ganzen Formalitäten und Vorgaben seitens der Behörden – die beiden haben alles zu zweit gestemmt. Dabei durften sie aber glücklicherweise auf ein paar helfende Hände zählen. Dieses Herzensprojekt führte zu neuen Geschäftsbeziehungen, die sie bis heute pflegen.

 

Lernendenprojekt bei Aroma: Eine riesige Vagina sorgt in Apothekenschaufenstern für Aufsehen

Auf die Behandlung empfindlicher Vaginalschleimhaut hinweisen - das ist mal ein «sexy» Briefing. Die Apotheken zum Meierhof und am Kreuzplatz wünschten sich von Aroma ein Schaufenster, um auf Gleitmittel aufmerksam zu machen. Konkret von den Polydesign3D-Lernenden der Live Communications-Agentur, denn sie dürfen jeweils den Lead übernehmen, wenn es drei bis viermal im Jahr um die Gestaltung der beiden Apotheken-Schaufenster geht – und zwar von der Konzeption und der Produktion bis zur Montage vor Ort. Luisa Zieglmeier aus dem 4. Lehrjahr erzählt aus ihrer Perspektive als Leiterin des Projekts, wie sie die Kunden mit der vielschichten Vagina begeistern konnten.



 

„Projekt Customer Inspiration“ – der neue Auftritt von Pfister

Pfister hat mit dem Projekt «Customer Inspiration» ein neuartiges Ladenbau- und Visual Merchandising-Konzept entwickelt: Möbel und Wohnaccessoires werden nicht mehr nach Produktkategorien, sondern nach Themen inszeniert und das gesamte Sortiment wird neu in Stilwelten präsentiert. Auf die Kundinnen und Kunden wartet im Herzen der Filiale St. Gallen zudem eine Lobby, in der sie empfangen und umfassend beraten werden. Mit diesem ambitionierten Projekt sorgte Möbel Pfister sowohl bei den Kundinnen und Kunden als auch intern für helle Begeisterung.

 

Eveline Käshammer inszeniert eine Laufbahn - quer durch das Sportamt des Kantons Zürich


Gute Arbeit zahlt sich aus: 2014 durfte die selbstständige Polydesignerin3D Eveline Käshammer für das Sportamt des Kantons Zürich einzelne Bürobereiche neugestalten. Vor ein paar Monaten meldete sich der Kunde erneut mit einem Bürogestaltungsanliegen. Diesmal wünschte er die Inszenierung einer Sport-Laufbahn, die sich quer durchs Sportamt ziehen sollte. Von der Planung bis zur Realisation legte die Gestalterin selbst Hand an und das oft bis spät in die Nacht. Es galt diverse Abklärungen zu treffen und die richtigen Fragen zu stellen, schliesslich verlegt man nicht jeden Tag eine inszenierte Laufbahn.

 

Besuch im ÜK der Lernenden aus dem 2. Lehrjahr

Anfang Mai besuchten die Polydesign3D-Lernenden des 2. Lehrjahres ihren zweiten Überbetrieblichen Kurs (ÜK). Diesmal standen mehrere Themen im Fokus: Die Lernenden widmeten sich der Oberflächenbearbeitung und -veredelung, der Kunststoffbearbeitung, dem Bearbeiten von Textilien sowie dem Anwenden von Druck- und Beschriftungstechniken. Wir haben bei vier Lernenden nachgefragt, wieso der ÜK immer eine sehr lieb gewonnene Abwechslung zum Alltag darstellt und was diesmal den bleibendsten Eindruck hinterlassen hat.

 

Neues Vorstandsmitglied Leslie Kurmann:

Seit vergangenem Mai ergänzt Leslie Kurmann den P3D-Vorstand. Wir wollten von ihr wissen, weshalb es sie reizt Vorstandsmitglied zu sein, was ihre Ziele sind und wo sie die Herausforderungen im P3D-Beruf sieht. Mehr dazu im Interview.

 

Philipp Brunschwiler von Polydual: «Ideen entwickle ich im eigenen Dialog. In meinem Kopf sind ganz verschiedene Persönlichkeiten, die ständig miteinander reden»

Philipp Brunschwiler hat sich entschieden, als «kreativer Söldner» zu arbeiten und so Jedem sein Knowhow zugänglich zu machen. Der Branddesign-Manager und Inhaber von Polydual bietet seinen Kunden von der ersten Idee bis zur Umsetzung alles für den stilvollen Markenraum. Er pflegt ein Zusammenspiel zwischen Perfektion und Pragmatismus, Stil und Style sowie Kontrolle und Emotion. Durch diese vertikale Ausrichtung profitiert die Kundschaft vom Briefing bis zur Projektübergabe von seinem fundierten Wissen und seiner langjährigen Erfahrung.

 

MISS DECO – alles für ein schönes Fest – tutto per una bellissima festa

Im Jahr 2017 fanden Laura und Amanda in der Nähe von Bellinzona einen Ort, wo es ihnen sehr gut gelingt, ihre Ideen umzusetzen. Hier wurde MISS DECO geboren, denn die dreidimensionale Gestaltung ist ihre Leidenschaft.

Nel 2017 Laura e Amanda hanno trovato un locale a Bellinzona in cui poter mettere a frutto le loro idee: qui è nato MISS DECO. La decorazione è la loro anima.

 

Besuch im ÜK der Lernenden aus dem 1. Lehrjahr

Vom 11. bis 15. Februar besuchten die Polydesign3D-Lernenden des 1. Lehrjahres ihren ersten Überbetrieblichen Kurs (ÜK). Sie kamen aus der ganzen Deutschschweiz in die Berufsschule Lenzburg, wo sie sich in den Schreinerwerkstätten des Verbands Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) dem Thema Holz widmeten. Wie es wohl war, zum ersten Mal einen Holzhocker herzustellen und verschiedene Böden zu verlegen? Wir haben bei vier Lernenden nachgefragt.

 

PENGland – die kreative Agentur mit Knalleffekt

Am 15. März 2018 hat es PENG! gemacht: Die Eröffnung zum neuen 200 Quadratmeter grossen Kinderparadies «Purzelbaum» im Migros Zugerland in Steinhausen war wie ein Feuerwerk und liess Kinderaugen leuchten. Dazu scheuten die 20 Erlebnisarchitekten der Full-Service-Agentur PENGland keinen Aufwand und holten ihr Zielpublikum, die Kinder, schon früh als knallharte Kritiker ins Boot.

 

10 Tage in der nachhaltigen IKEA-WG wohnen

Für das Polydesign3D-Team von IKEA stand in diesem Jahr ein spezielles Projekt auf dem Programm: Die IKEA war zum ersten Mal an der Muba, der grössten und ältesten Publikumsmesse der Schweiz, vertreten. Das Highlight bildeten vier junge Mitbewohner, welche während zehn Tagen in der IKEA-WG zum Thema «Nachhaltigkeit» wohnhaft waren.

Fotos: David Hubacher, WITWINKEL GmbH

 

Claudia Böhm, neue Leiterin Visual Merchandising bei Manor, im Interview:

Seit Januar 2018 ist Claudia Böhm in ihrer neuen Funktion als Leiterin Visual Merchandising bei Manor tätig. Sie verrät im Interview, wie ihr Alltag aussieht, was die Arbeit bei Manor auszeichnet und was ihre Visionen für das VM-Team sind.

 

brogleworks: Mit Formensprache und kreativen Lösungen zum Endprodukt

brogleworks steht für Handwerkskunst: Die kleine GmbH mit der grossen Werkstatt ist bekannt für die herausragende Umsetzung von Konzepten aller Art. Zu einer ihrer erfolgreichen szenografischen Produktionen gehört der Kundenstand des Allianz Cinemas für das Atelier Lakrits. Inhaber Stefan Brogle verrät, wie sie den Zuschauerinnen und Zuschauern ein Feriengefühl vermittelt haben.

 

Noemi Rütti bildete sich weiter an der Schule für Gestaltung in Basel:

Sie erzählt uns warum. Anlässlich des Neustart des Bildungsganges im Januar 19 in Basel (Dipl. GestalterIn HF Kommunikationsdesign, Vertiefungsrichtung Visual Merchandising Design) veröffentlichen wir nochmals das Interview mit Noemi Rütti.

 

Polydesigner3D sind Allrounder im Profibereich

Miriam Vieli-Goll lebt ihren Kindheitstraum. Die Polydesignerin3D eröffnete bereits mit jungen Jahren ihre eigene Firma «visuelle kommunikation» und widmet sich täglich ihrer Leidenschaft, dem Gestaltungsbereich. Zu ihrem Portfolio gehört unter anderem die Migroszeitung, für deren Fotostylings sie oft verantwortlich ist, wie kürzlich bei einem Familienauto-Shooting. Mit ihrem Feingefühl sorgt sie für das perfekte visuelle Gesamtbild.

 

Interview mit Nicoletta Porceddu

Ich bin eine Macherin und das soll so bleiben
Ich will Bekanntes hinterfragen und Neues entdecken

Interview mit Nicoletta Porceddu (1974), Polydesignerin3D
An der Internationalen Handwerksmesse München, 8. März 2018

 

Lehrgang Polydesign3D verbindet Theorie mit Praxis

In der Deutschschweiz gibt es vier Gestaltungsschulen an verschiedenen Standorten. Ihre Lehrgänge sind sehr projektorientiert aufgebaut: Die angehenden Polydesigner3D lernen von der Planung bis zur Umsetzung den gesamten Prozess und werden bestens auf den Berufsalltag vorbereitet. So auch an der Schule für Gestaltung in St. Gallen, die jährlich ein GBS-Projekt mit den Lernenden umsetzen – wie kürzlich das Typo17 Symposium zum Thema «Resonanz».

 

Bei Expomobilia packen die Lernenden an:

Innerhalb von wenigen Wochen ein Grillfest für 40 Mitarbeitende zu organisieren, ist kein Kinderspiel. Die Lernende Fatima Runggaldier war erst seit zwei Monaten bei Expomobilia, als sie mit dieser herausfordernden Aufgabe konfrontiert wurde. Vom Konzept mit diversen Ideen bis zur Umsetzung – der Mitarbeiterevent wurde dank dem unermüdlichen Einsatz der jungen Frau und ihres Kollegen aus dem 4. Lehrjahr ein voller Erfolg.

 

Im Herbst weht ein warmer Wind durch die Micasa-Filialen

Was braucht es, um die gewünschte Stimmung auf einer Ausstellungsfläche sichtbar und spürbar zu machen? Welche Farbenkombination trifft ins Schwarze? Und durch welche Gestaltungselemente wird der gewünschte Ausdruck verstärkt? Das Polydesign3D-Team von Micasa stellt sich diese Fragen immer wieder. Für die Ausstellung «Autumn», die derzeit in den Filialen und im aktuellen Katalog präsentiert wird, wurde die Natur in die Wohnung geholt.

Atelier Reber: eine kleine Polydesign3D-Firma mit Durchsetzungskraft

Das P3D-Atelier Reber aus Wattwil inszeniert Schaufenster, Innenräume von verschiedenen Geschäften, Messebauten und Eventeinrichtungen. Ihr Arbeitsspektrum erstreckt sich von Computerberechnungen bis zum Handanlegen in der Spritzkabine. Für die Firma Kägi entwickelte das Team rund um Inhaber Res Reber ein portables, authentisches Riesen-Kägifret aus Styropor. In das Resultat möchte man am liebsten reinbeissen.

Herren Globus bietet ein neuartiges Einkaufserlebnis

Seit dem Umbau erwartet die Kunden im Zürcher Herren Globus-Flagship Store an der Löwenstrasse ein einzigartiges Shopping-Erlebnis auf drei grosszügigen Stockwerken. Dem stilbewussten Gentleman wird eine Palette an Service Leistungen geboten, wie etwa ein Barber Shop, eine Massabteilung und ein professioneller Schuhputz-Service. Das moderne Interieur besticht durch maskuline Farbtöne und eine «raw chicness». Zudem laden gemütliche Vintage-Fauteuils und die begrünte Innenhof-Lounge zum Verweilen ein.

Interview mit Leslie Kurmann zur Euroshop-Messe in Düsseldorf

Vom 5. bis 9. März war der Verband P3D mit einem Stand an der 50. Euroshop-Messe in Düsseldorf vertreten. Vor Ort wurde die neue P3D-Lern-App präsentiert. Leslie Kurmann, Visual Managerin bei Manor, die ebenfalls vor Ort war, berichtet im Interview über die Highlights und ihren persönlichen Liebling.

Atelier Kunz und Tellenbach

Beschriftungen, Grafikdesign, Digitaldruck, Architektur und Messebau prägen das Portfolio von Kunz + Tellenbach. Im vergangenen Januar war das Berner Atelier für das Design des Messestandes der Max Felchlin AG an der 33. Schweizer Fachmesse für Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriebedarf (FBK) verantwortlich. Zum Thema „Alpenchic“ kreierten die Polydesigner3D einen aussergewöhnlichen Stand mit Heuballen-Optik und Alpenchic-Interior

Manor Bachenbülach

Ende September hat in Bachenbülach ein neues Manor Warenhaus seine Türen geöffnet. Es wurde nach einem brandneuen Konzept eingerichtet, das in Zusammenarbeit mit einer Pariser Agentur entwickelt wurde. Die Visual Managerin Leslie Kurmann erklärt, weshalb das neue Haus mit seiner innovativen Verkaufsflächengestaltung einen neuen Standard für die Manor Gruppe darstellt.

Atelier DeKo2

Das Aargauer Atelier DeKo2 feiert 2017 sein 20-jähriges Jubiläum. Das hochmotivierte Frauenteam schaut auf eine intensive und herausfordernde Zeit, mit vielen einzigartigen Erfahrungen zurück. Polydesign3D bedeutet für Christa Pfister und ihre Mitarbeiterinnen zu gestalten, bearbeiten und umzusetzen, was im Kopf entsteht. Die unendlich grosse Freiheit, immer wieder neu kreativ gefordert zu sein, zeichnet ihren Alltag aus.

Interview mit Christian Weber

Der ausgebildete Dekorationsgestalter arbeitet selbständig an eigenen Aufträgen sowie als freier Mitarbeiter für diverse Firmen aus Film, Foto, Theater, Szenografie und Ausstellungsgestaltung. Dabei ist er mehrheitlich im Bereich Ausstattung und Requisite für Film- und Fernsehproduktionen tätig. In der bekannten Schweizer Krimiserie „Der Bestatter“ hat Christian Weber als Aussenrequisiteur im Ausstattungsteam mitgearbeitet.

Karin Kammerlander auf dem heissen Stuhl

Die Initiatorin der neuen Lern-App Polydesign3D berichtet über ihre Beweggründe für die Entwicklung der App, die voraussichtlich gegen Ende August verfügbar ist. 

Neuerdings Eventdesign

“We create, we design, we can” – so lautet der Slogan von Neuerdings Eventdesign. Das fünfköpfige Team entwickelt gemeinsam verschiedenste Events – vom Konzept bis zur Umsetzung nehmen sie alles in Angriff. 

Ikea Spreitenbach

Die neue Frühjahrskollektion „TILLFÄLLE“ von IKEA vereint kräftige Muster und bunte Farben mit skandinavischem Minimalismus. 

Wie man ein dreirädriges Piaggo Ape-Gefährt in eine stylische Bar verzaubert?

Cédric Facchin und Maja Langer der Thing Design GmbH haben sich diesem Experiment angenommen und dabei einige Nerven gebraucht und Schweissperlen vergossen. Vom kreativen Konzept, über die Kalkulation des Budgets, die Planung des Ausbaus bis hin zu den ganzen Formalitäten und Vorgaben seitens der Behörden – die beiden haben alles zu zweit gestemmt. Dabei durften sie aber glücklicherweise auf ein paar helfende Hände zählen. Dieses Herzensprojekt führte zu neuen Geschäftsbeziehungen, die sie bis heute pflegen.

Es war eine klassische «Bier-» bzw. «Prosecco-Idee»: Seit Längerem schon hatten Cédric Facchin und Maja Langer zu diesem Thema recherchiert und sich auf ihren Inspirationsreisen nach Milano und London zum Thema Pop Up-Bars inspirieren lassen. Diese Ideen teilten sie natürlich auch im Freundeskreis. Eine Freundin meinte darauf: «Dä Cédi baut de Maja sicher mal ä sones ‘Prosecco-Wägeli’». Dieser Satz ging Cédric und Maja nicht mehr aus dem Kopf und der Reiz dieser Idee liess sie nicht mehr los. Das war der Anfang von my-ape.ch – der Plattform, auf der die beiden Kreativen ihre mobile Piaggo Ape-Bar für Hochzeiten, Firmenanlässe, Geburtstage, Messen und vieles mehr anbieten.

Wie aus Cédric und Maja die Thing Design GmbH wurde
Nachdem Cédric Facchin zusammen mit zwei Kollegen während über zehn Jahre eine klassische Design-Agentur führte, in der sie Designs für Antonio Lupi, Eternit, Piega, Electrolux und Glas Trösch entwickelten, trennte sich das Trio 2019 im Guten, da alle ihrer eigenen Selbständigkeit nachgehen wollten. Cédric blieb in der Firma und Ende 2019 trat Maja als Teilhaberin in die GmbH «Thing Design» mit ein. Seit der Neuausrichtung ist Cédric weiter als Produktdesigner und Grafiker tätig, während Maja als Polydesignerin3D den neuen Bereich «Retail Design, Beschriftung und Styling» übernahm. «Wir arbeiten derzeit viel im Bereich Branding, Beschriftungen und Signaletik. Jüngst realisierten wir Illustrationen sowie das Konzept und die Umsetzung der neuen Signaletik für die Behindertenwerkstatt zuwebe (zuwebe.ch rüstet auch unsere P3D-Books aus) und arbeiteten an einem neuen Gastrokonzept für Brister (brister.ch), wo wir uns für das Branding, Packaging Design, Design Consulting und in Teilbereichen für die Erscheinung des Kulturcafés verantwortlich zeichneten», erzählt der Diplomierte Designer FH. Ausserdem konnten sie nebst dem Branding und Packaging für den neuen eSport-Brand Caturix auch deren Showroom gestalten.

Ein täglicher gemeinsamer Austausch gehört dazu
Cédric und Maja ergänzen sich bestens: Während Cédric Vollzeit im eigenen Büro - in einem ehemaligen Blumenladen - als Designer und Grafiker vorwiegend die Konzepte und die Planung der aktuellen Projekte entwickelt, arbeitet Maja zu einem 40 Prozent-Pensum im gemeinsamen Atelier, wo sie die Produktion koordiniert und sich für die Projektumsetzung verantwortlich zeichnet. Zudem ist sie zu 50 Prozent bei der Aroma Productions AG und zu 10 Prozent als Prüfungsexpertin der Polydesigner3D tätig. Um immer auf dem gleichen Projektstand zu sein, machen die beiden täglich ein gemeinsames Update. So gewährleisten sie den Informationsfluss und eine einwandfreie Vorgehensplanung.

 

Schweizer Händler hatten Vorrang
Die Idee für die mobile Piaggo Ape-Bar hatte das Duo nun also geboren. Aber bis das Gefährt seine Runden drehen konnte, brauchte es noch viel Hirnschmalz, körperliche und kreative Power sowie Überzeugungsarbeit. Cédric und Maja schrieben ein Konzept und vertieften sich in die Thematik. Bei der Recherche fanden sie heraus, dass in der Eventbranche grosser Bedarf besteht, den Festlichkeiten eine sympathische, dekorative Ästhetik zu verleihen und eine einfach handhabbare Infrastruktur zu bieten. Also machten sich die beiden auf die Suche nach einem Piaggo Ape-Händler in der Region und wurden bald fündig, wie der Designer Cédric verrät: «Uns war es wichtig, dass wir Schweizer Firmen berücksichtigten. Wir kauften unsere Piaggio Ape Classic zwei Ortschaften von uns entfernt.» Anschliessend verliehen sie dem kleinen italienischen Dreirad - ebenfalls eine Ortschaft weiter bei einem Autospritzwerk - einen neue hellblaue Lackierung im Stil der italienischen Fahrzeuge der Fünfzigerjahre. Soweit hatten sie das Gefährt nun bereit. Was noch fehlte, war der Aufbau, um dereinst frisch gezapftes Bier und leckere Drinks servieren zu können.

Ein massgefertigter Aufbau bedingt viele Abklärungen
Bis dato war das Dreirad ein Pick-Up mit Ladefläche. Cédric und Maja planten also einen Aufbau und kontaktierten als Erstes die Behörden, um die Rahmenbedingungen aus rechtlicher Sicht abzuklären. «Das Verkehrsamt war sehr hilfsbereit und wir hatten alle nötigen Angaben schnell beisammen. Nach der groben Planung mittels Skizzen und einer Geräteliste gingen wir zu unserem Metallbauer des Vertrauens, um mit ihm das Projekt zu besprechen», erläutert der Zürcher. Schnell wurde den beiden klar, dass ein massgefertigter Aufbau in der Schweiz noch teurer kommt als das neu erworbene Fahrzeug. Ihr bekannter Metallbauer riet ihnen deshalb, im Ausland einen Produzenten zu suchen.

Unterstützung eines Gastrobauten-Spezialisten
Nach erneuter Recherche stiessen Cédric und Maja auf einen Deutschen Produzenten, der auf Gastroausbauten auf Piaggio Ape-Dreirädern spezialisiert ist. Gemeinsam mit ihm nahmen sie sich der Detailplanung an. Sie erstellten massgenaue Grundrisse, planten die nötigen Kubaturen ein und entwickelten gemeinsam CAD-Pläne, die sie ihrem Bedarf entsprechend anpassten. Nicht fehlen durfte natürlich eine Bierzapfanlage mit zwei Zapfhähnen sowie einem Weinkühler. Nach einer Korrekturrunde wurde der Aufbau realisiert.
«Das Gewicht und die Aussenmasse spielen eine grosse Rolle - hier sind daher Spezialisten gefragt. Nicht alles wurde uns abgenommen und wir mussten uns beispielsweise selbst um die Zollformalitäten kümmern, da wir nur den Aufbau anfertigen liessen und kein ganzes Fahrzeug importierten», berichtet Cédric. Diese Aufgabe waren zwar etwas anstrengend, aber schlussendlich klappte alles und der Aufbau wurde in die Schweiz geliefert.

Abnahme beim Verkehrsamt war Pflicht
Sie liessen sich den Aufbau anschliessend von ihrem Metallbauer auf die Carrosserie montieren und mussten daraufhin das Fahrzeug beim Verkehrsamt abnehmen lassen. Nach längerer Inspektion erhielten Cédric und Maja die Zulassung und konnten das Fahrzeug ordnungsgemäss einlösen. Besonders schön ist die bis heute andauernde, gute Beziehung mit dem Deutschen Produzenten: «Wir blieben mit ihm in engem Kontakt. Die Zusammenarbeit verlief derart gut, dass er uns anbot, den Schweizer Vertrieb für seine Gastroausbauten zu übernehmen.» Bisher stand ihm das Schweizer Duo bei drei Projekten als Schweizer Vertreter zur Seite und konnten so die Umsetzung für diese Projekte optimal begleiten.
Die Installation des Aufbaus verlief ziemlich problemlos, jedoch war er nun noch roh. Cédric und Maja planten nach vollendeter Montage und Abnahme den ganzen Innenausbau selber. Zuerst organisierten sie eine professionelle Bierzapfanlage sowie ein Kühlgerät für Wein und Prosecco. Danach erstellten die beiden zusammen mit Cédrics Schwager eine spezielle Rückwand im Stil von englischen Bars. Mit weissen, abgefasten Fliesen verliehen sie so ihrem Vorhaben das gewisse Etwas. Zu guter Letzt beschrifteten sie das Fahrzeug mit ihrem Branding und erstellten schlussendlich die Website mit Information zum Konzept und der Preisgestaltung. Wie kam das Duo eigentlich auf das Label «My Ape»? [mi ape] oder [mei eipe] ist ein Wortspiel: Das Fahrzeug heisst auf Italienisch «Ape», was übersetzt Biene heisst. Im Englischen heisst Ape ja aber Affe., was einem lustigen Synonym für die Form des kleinen Dreirads entspricht, wie Cédric und Maja fanden: «Einerseits sieht es etwas aus wie eine Biene, andererseits wie ein Affe. Daher übernahmen wir diese Assoziation und gaben unserem Projekt den Namen My Ape».

Ein Eye Cather, der den Leuten ein Lächeln aufs Gesicht zaubert
Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und so erstaunt es auch nicht, dass das Feedback bisher durchwegs positiv war, was nebst dem Fahrzeug auch dem Ausbau und der jeweiligen Dekoration zuzuschreiben ist. Das schmucke Dreirad ist ein Eye-Catcher und zaubert den Leuten und besonders den Kindern ein Lächeln aufs Gesicht. Cédric und Maja waren mit ihrem «My Ape» bereits an vielen Anlässen und vermieteten das Fahrzeug auch an Privatpersonen oder Event-Firmen weiter. Und wo sehen sie die grösste Herausforderung? «In der Vermarktung, denn wir arbeiten immer noch daran, dass unser Konzept wahrgenommen und einer breiteren Gruppe zugänglich gemacht wird», verrät Cédric. Der zweite Punkt betrifft die Logistik: Da das Fahrzeug nur 45 Kilometer pro Stunde fährt, mussten sie das Dreirad oft verladen. Zwischenzeitlich haben sie dazu jedoch einen zuverlässigen Partner, der diese Fahrten ausführt.

Ein Projekt mit enorm grossem Lerneffekt
Cédric und Maja blicken mit Stolz auf ihre mobile Piaggo Ape-Bar. Es war ein spezielles Projekt, weil sie vom Konzept, über die Kalkulation des Budgets, die Planung des Ausbaus bis hin zu den ganzen Formalitäten und Vorgaben seitens der Behörden alles selbst abgewickelt haben. Der Innenausbau bildete dann quasi das Sahnehäubchen. In Zukunft möchten die beiden Kreativen noch enger mit Catering- sowie Eventfirmen, Eventplanern und geschultem Personal zusammenarbeiten. Ihr Ziel ist es, auch grössere Veranstaltungen zu bewältigen und das Fahrzeug noch häufiger vermieten zu können, um so ein grösseres Publikum zu erreichen.
Auch wenn es ein sehr umfassendes Projekt war und all die Abklärungen sowie die damit verbundenen Formalitäten enorm viel Zeit beanspruchten und den Zeitplan etwas verzögerten, überwiegen die positiven Aspekte bei weitem, wie Cédric erzählt: «Wir haben bei diesem Projekt unglaublich viel gelernt und tun es auch heute noch, wenn wir selbst Events veranstalten und an Events teilnehmen. Man lernt nie aus und es gibt immer noch etwas zu optimieren.»

www.my-ape.ch
www.thing-design.com



Weitere Projekte von Cédric und Maja (Thing Design GmbH):

wild-bowls.ch (2018)                                  
Das Start-Up rund um die beliebten Açaí-Beeren kontaktierten Cédric und Maja, um einen neuen Brand aufzubauen. Dabei ging es um das Branding der Marke, die Gestaltung des Food Trailers, die Entwicklung der Konzepte, die Umsetzung der Website und des integrierten Online Shops. Gemeinsam mit dem Inhaber und Initianten von Wild Bowls, Dennis Wild, erarbeiteten die beiden Kreativen ein Konzept für den Gesamtauftritt und den Markteintritt. Angefangen mit der Entwicklung des Logos und der Definition von Schrift- und Farbkonzept entstand ein massgeschneidertes Erscheinungsbild, das den neuen Brand optimal repräsentiert.

Für den Ausbau des Containers zeichnete sich eine andere Firma verantwortlich. Cédric und Maja planten und koordinierten jedoch die Beschriftung und die Umsetzung des Aussenbereichs. Hierzu arbeiteten sie viel mit Skizzen und für die Detailplanung erstellten sie einen massgenauen Plan für die Umsetzung. Ausserdem produzierten sie in ihrem Atelier die Arbeitsbekleidung.

Dieses Projekt war für den Designer und die Polydesignerin3D sehr spannend, da sie die Marke von A bis Z gestalten und begleiten konnten. Sie haben Wild Bowls ein Gesicht verleihen und sind deshalb besonders stolz auf dieses Projekt - nicht zuletzt wegen der sehr aufwändig programmierten Website. Aber auch, weil die coolen Jungs und Mädels von Wild Bowls das Label durch ihren grossartigen Job in Zürich und Luzern ziemlich bekannt machten.

www.wild-bowls.com

soulfoodtrailer.ch (2018)                              
Der Marketingchef von Cevastore GmbH wurde auf Cédric und Maja aufmerksam, nachdem er die gelungene Umsetzung von Wild Bowls gesehen hatte. Er plante ein ähnliches mobiles Projekt - quasi eine professionelle Gastroküche auf Rädern, jedoch mit ganz anderem Fokus - und das Ganze in einem umgebauten amerikanischen Airstream-Wohnwagen. Bei diesem Projekt waren die zwei natürlich schon von Beginn an erneut Feuer und Flamme. Wie bei den Wild Bowls waren sie für das Branding, für die Fahrzeugbeschriftung wie auch für die Website verantwortlich. Das Konzept war einerseits auf professionelle Foodentwicklung an verschiedensten Standorten wie auch auf klassischen Streetfood ausgerichtet - ein interessantes Spannungsfeld. Cédric und Maja versuchten die Gestaltung der Erscheinung an einen amerikanischen Stil zu knüpfen. Sie konnten zudem kleinere Packagings mit dem Soulfoodtrailer-Label ergänzen, da Produkte aus der Soulfoodtrailer-Küche den Weg ins Sortiment eines grossen Detailhändlers fanden. Das macht sie schon mächtig stolz.

www.soulfoodtrailer.ch

Eine professionelle Gastroküche auf Rädern – in einem umgebauten amerikanischen Airstream-Wohnwagen: das war das Soulfoodtrailer-Projekt von Cédric und Maja.